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Sonntag, 28. Februar 2021

Hard SF Systeme

Hard Science Fiction ist jetzt eine Definition, die nicht ganz eindeutig ist. Alastair Reynolds und Peter F. Hamilton werden zu den Vertretern gezählt, C. J. Cherryh wird eher Soft/Socal SF, was nicht grundsätzlich an ihrem Setting, sondern sich auf die Hauptthemen bezieht.

In meiner Liste habe ich mich deswegen auf eine Definition konzentriert, bei dem es um das Setting geht, statt auf Spielthemen. Es sollen dabei um Weiterentwicklung aus dem aktueller wissenschaftlicher Wissensstands gehen, technische Aspekte sollen so weit herausgearbeitet werden, dass sie glaubwürdig sind. Die Anzahl der Macguffins sollten möglichst gering sein und als solche auch einen Zweck haben – um das Setting zu erweitern.

Ein Plus sind keine künstliche Graviton, eingeschränktes FTL, grundsätzliche Berücksichtigung der Thermodynamik, und keine menschenähnlichen, Kino-Aliens.

The Expanse (Green Ronin) Das durch die TV-Serie allseits bekannter Setting. Green Ronin hat als System Modern AGE genommen, was in meinen Augen wenig passt.

High Colonies (Columbia Games) Erst 2020 erschienen ist es ein Remake des Rollenspiel aus dem jahr 1988. Die aktuelle Version benutzt eine Variante der HârnMaster Regeln. Es geht um die Besiedlung des Sonnensystem im 23. Jahrhunder. Es gibt auch Kontakt mit Aliens, den Chakon Händlern und PSI, aber insgesamt deutlich Hard SF.

Eclipse Phase (Posthuman Studios) Zentrales Thema ist Transhumanismus, Spielort ist ein besiedeltes Solarsystem, aber fünf, bekannte Gates und einige Planeten, die durch diese erreicht werden können. Wie die Bücher von Frederick Pohl, Richard K. Morgan oder John Scalzi nicht reines Hard SF, hat aber viele Elemnte die passen.

Jovian Wars (Dream Pod 9) Der Elefant im Raum sind Mechs und noch ein Gundam-Vibe. Aber ansonsten ist es relativ Hard, mit wochenlangen Reisen durch das Solar-System, lokalen Fraktionen, …

Alien RPG (Free League) Die aktuelle Ausgabe ist 2020 durch einen sehr erfolgreichen Kickstarter finanziert worden. Daneben gibt es noch das Aliens Adventure Game von 1991, dass die Regeln von Phoenix Command benutzt hat. In der aktuellen Ausgabe wird das Year Zero Engine PoolSystem benutzt, das auch schon in anderen Free League Spielen benutzt worden ist. Vom Setting her ist auch eher nur am Rand Hard SF. 

Für Fate gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, zunächst einmal gibt es das Fate Space Toolkit, ein klassischer Baukasten. Dann gibt es drei Settings: Red Mars (Evil Hat), Nova Praxis (Void Star Studios) und Diaspora (VSCA Publishing). In Red Mars geht es um einen kommunistischen, kolonisierten Mars im Konflikt mit den zwei Blockmächten der Erde. Der Focus von Nova Praxis ist Transhumanismus und der Exodus einzelner Gruppen, die sich gegen das politische Etablissement stellen. Diaspora spielt in der fernen Zukunft, in der die Menschheit sich sehr langsam über die Sterne verteilt haben. Diaspora basiert auf Fate 3 und nicht auf Fate Core.

Blue Planet (Biohazard Games) Der eigentliche Handlungsort ist eigentlich nur der Planet Poseidon, der einzige extrasolare Planet, der für die Menschheit erreichbar ist.

Shadows over Sol (Tab Creations) Im Prinzip zu großen Teilen ein The Expand RPG. Es gibt kein FTL, aber eine extrasolare Expedition mit relativistischen Geschwindigkeit. Ein Macguffin ist Stasis für längere intrasolare Reisen. Als System dient Saga Mashine.

Seven Worlds (Eigenverlag Luis Enrique) Das Spiel versucht einen Spagat zwischen einer epischen, eher soapigen Kampagnen-Setting und einem plausiblen Hintergrund. Es gibt sieben fertige Abenteuermodule, als System dient Savage World.

GURPS Space Ein gutes Toolkit, dass viele Möglichkeiten von Soap zu Hard SF gibt. Der Focus liegt eher auf die gängigen Tropes, aber es wird auf Bandbreite eingegangen, die man in seinem Worldbuilding benutzen kann. Transhuman Space ist in dieser Hinsicht deutlich konkreter, da es auch sich sehr stark an Sterling's Schismatrix orientiert.

Cyberpunk 2020 (R. Talsorian Games) Für die klassische Cyberpunk Edition gibt es eine ganze Reihe von Sourcebooks für Hard-Solarsystem SF: Deep Space, When Gravity Fails, Hardwired und Near Orbit.

Dark Space (Eigenverlag André Busch) Deutsche Entwicklung, und ist, was die Definition angeht, schon sehr grenzwertig. Es ist eher eine Erwähnung ehrenhalber. FTL ist allgegenwärtig, es gibt viele tausend bekannte Welten und mehrere weltumspannende, politische Strukturen mit entsprechender Infrastruktur und Kommunikation. Das System ist eine Art modifiziertes Poolsystem mit Klassen. 

Cold Space (Eigenverlag Clash Bowley, Albert Bailey und Ryan Span) Das Setting ist teilweise eine Alternative History Fantasy mit einem Space-Race, dass in den Fünfzigern begonnen hat.

Babylon 5 (Mongoose Publishing) Das Setting ist eine seltsame Mischung zwischen dem Babylon 5 Handlungbogen und einiger relative harten Hintergrundelementen, wie z.B. das Starfurry-Design, die Berechnungen zu der Rotationgravitation der Station, dass die Menschen erst relativ spät in der Serie auf ihren Schiffen künstliche Schwerkraft haben, usw. Aber D20 ist für Hard-SF ebenso ungeeignet wie AGE.

Traveler und Cepherus System

Das Cepherus System ist eine Open Content Entwicklung, die auf Traveller Classics (Little Black Book) basiert. Da es eine ganze Reihe von Systemen gibt, werden sie hier noch mal separat aufgeführt.

Orbital 2100 (Zozer Games) basiert auf dem Cepheus System. 

Outpost Mars (Zozer Games) Das Setting dreht sich um die Besiedlung des Mars um 2040 herum, basierend auf Planung der NASA. Kompatibel mit Orbital 2100.

Traveler (GDW, Far Future) Gerade in der alten Ausgabe gibt es viel Hard SF, wie die Berechnung von intrastellaren Reisezeiten oder das Generationssystem für Sternsysteme. 

Traveler 2300 AD (GDW) Ein Klassiker der zum Teil eine Weiterentwicklung von dem originalen  Twilight 2000 war. Es gibt FTL, einige Aliens, aber keine künstliche Graviton. 

Brettspiele

Es gibt zwei Spiele, die ich hier erwähnen möchte: Attack Vector: Tactical und High Frontier. Beide sind vom gleichen Designer, aber bei verschiedenen Verlagen. Bei Attack Vectors geht um taktischen Kampf zwischen  Schiffen, bei High Frontier um eine Besiedlung und Industrialisierung des Solarsystems. Herausragend ist hierbei die Karte, eine Beschreibung hierzu bei medium.

Mittwoch, 5. Februar 2020

Historische mittelalterliche Settings

Bei den Settings geht es natürlich nicht um wirklich exakte historische Hintergründe. Zum ist ein historisches Szenario auch immer eine Interpretation, zum andere ist die Anzahl von Details begrenzt.
  • Mythras Mystic Earth Das Setting ist ein Fantasie-Europa mit sehr wenig Magie und übernatürlichen Wesen. Für Mystic Britain (Logres und Waterlands) ist der beste Vergleich vermutlich die Winterking-Triologie von Bernard Cromwell. Die deutsche RuneQuest-Gesellschaft hat vier der Bücher übersetzt, aber keine weiteren Bücher geplant. 
  • RQ3 Fantasy Europe Für die Avalon Hill Ausgabe gab es in den Regelbüchern und dem Kreaturen-Buch ein Fantasy-Europa, was aber darüber hinaus nicht ausgebaut worden ist.
  • Pendragon Zentral ist natürlich die Kampagne um König Artur, die aber sehr viel mehr an die mittelalterlichen Erzählungen nach Le Morte d'Arthur angelehnt, als das es ein eher historisches Setting ist. 
  • Paladin: Warriors of Charlemagne mit dem gleichen Spielsystem wie Pendragon, aber historischer unter der karolingischen Herrschaft.
  • AD&D 2 Grüne Reihe Es gab für AD&D2 eine Reihe von historischen Quellenbücher, z.b. HR1 Vikings Campaign Sourcebook, HR2 Charlemagne’s Paladins Campaign Sourcebook und das HR7 The Crusades Campaign Sourcebook.
  • Ars Magica Fantasy Europa im 12. Jahrhundert, eigentlich ist die Welt relativ magiearm, aber der häufigste spielt man die Bewohner in einer Chantry, mitunter einige Magier. Inzwischen gibt es aber auch Quellenbücher für die "normale" mittelalterliche Gesellschaft, die Kirche, Feen, Ägypten usw.
  • Vampire Dark Ages Die Vampir-Parallelgesellschaft in den Zeitlinien 1197 und 1230, und der Schwerpunkt liegt auch eher auf die Entwicklung innerhalb der einzelnen Clans. Auf Deutsch ist das Spiel unter dem Titel Vampire aus der Alten Welt bei Feder & Schwert erschienen.
  • Chivalry & Sorcery Einer der ersten historischen Settings, aktuell ist gerade der Kickstarter für die 5. Auflage gebacked worden.
  • Für GURPS gibt es die Quellenbücher Constantinople, The Silk Road, oder Middle Ages 1.
  • Knights & Knaves Regelarmes System für mittelalterliches Settings.
  • HârnWorld ist auf einer Fantasiewelt angesiedelt, die aber sehr authentisch am 11. bis 13. Jahrhundert angelehnt ist, aber stellenweise sehr magisch ist.
  • Lionheart Historisches Setting von Columbia Games für Britannien im 10. bis 12. Jahrhundert. 
  • Fate of the Norns: Ragnarok Historisches Vikinger-Setting, bei dem es aber um den Beginn von Ragnarok geht.
Ausserhalb des europäischen Raums gibt es einige weitere Settings:
  • Sengoku Klassisches japanisches Setting um das 15. Jahrhundert.
  • Bushido Etwas älter, aber das gleiche Settings.
Es gibt eine weitere Liste mit Spielen in einem Antike-Setting.

    Sonntag, 19. Januar 2020

    Klassische griechisch-römische Settings

    Einige historische Rollenspiel-Settings, die in der Klassik spielen, bzw. einer leichten Fantasieversion der klassischen Welt.
    RuneQuest ist etwas komplizierter, es gab für RQ3 im Regelbuch ein Fantasie-Europa. Aber die Idee ist später nicht mehr aufgegriffen worden und alle weiteren Bücher von Avalon Hill waren für Glorantha. In Herowars sind Elemente aus der Bronzezeit und Antike etwas mehr aufgegriffen worden, aber das Spiel ist tief in Glorantha verankert.

    Es gibt noch einige Sourcebooks, die innerhalb eines größeren Settings veröffentlich worden sind.
    • CoC Invictus, von Chaosium mit den normalen d100-Regeln und natürlich Cthulhu.
    • Requiem for Rome war ein Zusatzbuch für Vampire: The Requiem von White Wolf.
    Hellas – Worlds of Sun and Stone ist ein SF-Setting, das Elemente aus der Antike aufgreift.

    Mercator ist eine Mittelmeer-Handelssimulation, die auf Traveller basiert.

    Dienstag, 6. Dezember 2016

    Rollenspiel-Genres

    Der Gedanke, Genres noch einmal systematisch aufzuführen kam mir bei einer Diskussion in der facebook Gruppe, welche Anfängersysteme man empfehlen könnte. ich wollte die erste Auswahl, welches Genre jemanden interessiert etwas systematischer aufführen, bevor man über das genaue Setting nach denkt, oder die Regeln.

    Ich habe bei den Subgenres ein paar Sachen geändert, im Vergleich zu der klassische Literatur-Einteilung. Es gibt eigentlich keine »Klassische Fantasy« Gruppe. Alls subgenre sind eigentlich gleichberechtigt, nur Science Fiction wird manchmal als eigenes Genre geführt.
    Aber für Spieler ist es einfacher, wenn sie erst mal entscheiden können, ob sie irgendetwas in Richtung High Fantasie spielen wollen.

    Dark Fantasy habe ich ganz raus genommen. Bei vielen Rollenspiel-Systemen, die so genannt werden, handelt es sich in Wirklichkeit um High Fantasie. Eigentlich geht es bei Dark Fantasy nur um zeitgenössische Settings. Und haben auch viele Systeme Horrorelemente und es ist manchmal schwer eine Abgrenzung zu machen. Systeme wie Call of Cthulhu kann man auch unter Contemporary zusammenfassen.

    Für die Bezeichnungen habe ich die englische Begriffe genommen. Was aber in der Literatur auch nichts unübliches ist. Der Schwerpunkt der fantastische Literatur lag und liegt immer noch im Englischen.

    Science fiction kann man natürlich auch inhaltlich trennen, statt in Hard und Soft SF – also zum Beispiel Military, Libertarian, Social oder Space Western. Aber für mich sind diese beiden Systeme parallel, inzwischen gibt es viele Beispiele aus einer der inhaltlichen Beispiele die sowohl in Hard als auch Soft SF zugeordnet werden können. Und auf der anderen Seite bieten Rollenspiele auch eine viel breitere Möglichkeiten, verschiedene Szenarios zu spielen.


    High Fantasy Fantasy, die als Setting fast immer eine eigenen Fantasiewelt hat. Häufig ist sie mittelalterlich geprägt. Magie spielt in vielen Bereich eine wichtige Rolle, auch für die Story. Die Welt ist oft episch, für die Geschichte steht die Quest, das Abenteuer oder die Reise im Mittelpunkt, häufig geht es um den Kampf zwischen Gut und Böse. Das bekannteste Literaturbeispiel ist der Herr der Ringe.

    Sword & Sorcery Ein heroisches, magiearmes Setting. Im Mittelpunkt stehen nicht epische Abenteuer mit einem Helden, der häufig aus reinem Eigennutz handelt. Teil des Settings ist auch die Zivilisationskritik. Religionen spielen meist nur ein nebensächliche Rolle und es gibt keine direkt eingreifende Götter. Der Begriff ist von Michael Moorcock geprägt worden, bezieht sich aber auf viele Werke, die schon früher publiziert worden sind, vor allem in den Pulpheften des frühen Jahrhunderts. Der wichtigste Vertreter ist vermutlich Conan von Robert E. Howard und Fritz Leiber.

    Hard Fantasy und teilweise Historic Fantasy Entweder eine fantastische Welt die auf einer historischen Periode basiert oder eine Alternativersion einer historischen Periode. Plausibilität und logische Nachvollziehbarkeit des Setting sind zentral. Es gibt vereinzelt Magie, aber dies ist ungewöhnlich und häufig in der Wirkung indirekt. Das klassische Heldenbild gibt es weniger, und meist ist der Held auch eher gebildet und fortschrittlich. Oft werden auch Sagen und legendäre Personen aufgegriffen. Wichtige Werke sind zum Beispiel der Neustrian Zyklus von Leslie Barringer, Avalon-Reihe von Marion Zimmer Bradley, die Mistborn von Brandon Sanderson.

    Contemporary Klarer Realitätsbezug, aber gebrochen durch fantastische Elemente. Hiermit ist aber die Moderne gemeint und nicht nur zeitgenössische Settings. Elemente der realen Welt und Geschichte verschmilzt mit magischen und fantastischen Welten. Bekannte Werke: American Gods von Neil Gaiman, der Cthulhu-Mythos von H. P. Lovecraft (u.a.), Harry Potter von Joanne K. Rowling, …

    Social Fantasy Komplexe Welten mit starken anthropologischen Schwerpunkt und häufig auch sozial- und gesellschaftskritische Themen in einem historischen basierten Setting und Utopien. Bekannte literarische Werke: Erdsee-Reihe von Ursula K. Le Guin.

    Comic Fantasy Parodistischer oder ironischer Umgang mit Fantasymotiven, zum Beispiel die Scheibenwelt-Romane von Terry Pratchett.

    Science Fantasy Ein Setting in dem Mystik, Magie, Fantasy- und Science Fiction Elemente miteinander verbunden sind. FarFuture wird teilweise auch als Dying Earth Subsubgenre bezeichnet. Aber gerade Hinblick auf Numenèra und und Clarks Aussage Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic finde ich den ersten Begriff passender.

    Hard Science Fiction Hintergründe mit einem gut recharschierten und ausgearbeiteten technischen Hintergrund und Details. Ein häufiges Merkmal sind keine künstliche Schwerkraft (mit Ausnahme von Fliehkraft), keine oder nur sehr eingeschränkte FTL Reisen oder Kommunikation …

    Soft Science Fiction Technische Errungenschaften sind nur Mittel für das Setting, wichtig sind kulturelle, gesellschaftliche und soziologische Themen.

    Cyberpunk Setting in der nahe Zukunft, Menschen können cybernetisch verbessert werden, Computer und technische Geräte sind vernetzt, Interaktionen können in einer virtuellen Realität statt finden.

    Alternate history Alternative Geschichte, spkulative Ereignisse aber auch Naturgesetze, Parallelwelten und -universen. Hierrunter habe ich auch Speculative fiction und Slipstreams zusammen gefasst. Spielen wie Torg oder Rifts würden hierzu gehören, obwohl das auch schon etwas grenzwertig zu sein.

    Post-Apocalyptic Setting in einer Welt während oder nach einem zivilisationsauslöschenden Ereignis, in der Regel durch einen Atomkrieg, eine Seuche oder eine ähnliche Katastrophe. In der Regeln sind Resourcen eingeschränkt, Technologien werden nicht weiter entwickelt …

    Die Grafik in hoher Auflösung (2400 x 1600 px); und für mehr Informationen:
    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_genres#Fantasy
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fantasy#Subgenres

    Dienstag, 22. November 2016

    Rollenspiel Klassifikation

    Ich habe einen kleinen Versuch gemacht, Rollenspiele weiter zu klassifizieren. Die Einteilung ist teilweise subjektiv – die Einteilung in cinematik und realistisch kommt aus den achtzigern und ist historisch begründet. Bei moderenern Systemen lässt sich dich nicht unbedingt so eindeutig zuordnen.

    Auch das die würfellose Systeme extra aufgeführt sind, ist eher willkürlich. Aber auf der anderen Seite ist es einfaches und gutes Auswahlkriterium.

    Einige Punkte schliessen sich fass komplett aus, wie Systeme die Berufe statt Klassen benutzen (Occupation) und Stufen.

    Man kann natürlich noch weitere Kriterium einführen, wie zum Beispiel Hitpoints/Lebensenergie (usw.) vs. Wund-System.


    Natürlich ist auch eine Sortierung nach Genres möglich, gibt es auch schon: List_of_role-playing_games_by_genre


    Donnerstag, 12. März 2015

    Legendary Showdown: Machines and Magic

    Hm … ich mag wirklich das Gunnerkrigg Court Comic und Phil Foglio macht schon Ewigkeiten Cover und Illustrationen, obwohl mir Agatha Clay/Girl Genius nicht so sehr liegt. Die special Edition Coins sehe cool aus, …

    Aber irgendwie wirkt das Spiel Seelenlos. Die Idee ist schön häufig benützt worden, die Kombination der beiden Comics wirkt etwas willkürlich. Die größte Gemeinsamkeit ist, das es zwei der erfolgreichsten Webcomics sind.

    Auf mich wirkt das ganze Projekt etwas leblos. So als ob sich zwei Autorenteams zusammengesetzt haben, um auch so ein Kickstarter zu machen.
    Das soll sich nicht zu negativ anhören. Webcomics-Produzenten müssen sich immer alle Finanzierungsmöglichkeiten überlegen, die zur Verfügung stehen. Und häufig kommen dabei auch sehr positive Impulse bei heraus. Nichtsdestotrotz bleibt es eine Ocksentour und ich wünsche dem Kickstart viel Erfolg. Das Pledge ist ja auch schon lange erreicht. Aber mich hat es halt nicht überzeugt.

    Freitag, 13. Februar 2015

    Leslie Barringer

    Leslie Barringer ist ein der sehr frühen und vergessenen Fantasy Autoren. Der Neustrische Zyklus mit Gerfalken, Joris vom Felsen und Die scheue Leopardin sich auch auf Deutsch erschienen, aber seit 1988 nicht wieder neu aufgelegt worden. Die Originale erschienen 1927 und 1928 (der dritte Band erst 1948), also erst 10 Jahre vor dem Hobbit.

    Der Zyklus hat als Hintergrund eine erdachte und sehr mittelalterliche Land mit phantastischen Elementen, die noch weit entfernt von High Fantasy sind, aber schon eindeutig in Richtung eines alternativen Welt-Settings gehen.

    Und ganz unabhängig habe ich die Bücher immer gerne gelesen, auch wenn alle drei Bücher Entwicklungsroman sind. Aber ich habe die Bücher auch seit vielen Jahren ;)

    Donnerstag, 12. Februar 2015

    Eclipse Phase Bücher-Liste

    Eclipse Phase hat ein spannendes Hard-SF-Setting. Vielleicht stehen die Transhuman-Elemente auf den ersten Blick etwas zu sehr im Vordergrund, aber beim durchlesen findet man Dinge aus vielen Klassiker der SF-Literatur.

    Eclipse Phase ist sowieso ganz spanned, weil sich Catalyst Game Labs die erste Auflage veröffentlich hat, obwohl die Regeln unter Creative Commons License standen (eine Übersicht der aktuellen Materialen bei eclipsephase.com und bei Rob Boyle).

    Bemerkenswert ist auch die Leseliste, die man einfach so stehen lassen kann:
    • Iain Banks, The »Culture« Series: Consider Phlebas, The Use of Weapons, The Player of Games, The State of the Art, Inversions, Excession, Look to Windward, Matter
    • Greg Bear: Moving Mars, Queen of Angels, Slant
    • David Brin: Earth; The »Earthclan« series: Startide Rising, The Uplift War, Sundiver
    • Paul Di Filippo: Ribofunk
    • Cory Doctorow: Down and Out in the Magic Kingdom, Eastern Standard Tribe
    • Greg Egan: Axiomatic, Diaspora, Distress, Permutation City, Quarantine
    • Warren Ellis: Crooked Little Vein
    • Kathleen Ann Goonan, The »Nanotech Cycle«: Queen City Jazz, Mississippi Blues, Crescent City Rhapsody, Light Music
    • Peter Hamilton, The »Commonwealth Saga«, Pandora’s Star, Judas Unleashed; The »Greg Mandel Trilogy«: Mindstar Rising, A Quantum Murder, The Nano Flower
    • James Hogan: Voyage from Yesteryear
    • Ken Macleod, The »Fall Revolution« series: The Star Fraction, The Stone Canal, The Cassini Division, The Sky Road, Newton’s Wake
    • Richard Morgan, The »Takeshi Kovacs« series: Altered Carbon, Broken Angels, Woken Furies, Thirteen
    • Linda Nagata: The Bohr Maker, Deception Well, Limit of Vision, Tech Heaven, Vast
    • Frederick Pohl: Gateway
    • Alastair Reynolds: Absolution Gap, Chasm City, The Prefect, Pushing Ice, Redemption Ark, Revelation Space
    • Kim Stanley Robinson, The »Mars Trilogy«: Red Mars, Blue Mars, Green Mars, The Martians
    • Karl Schroeder: Ventus
    • Dan Simmons: Endymion, Fall of Endymion, Llium; »Hyperion Cantos«: Hyperion, Fall of Hyperion, Olympos
    • Neal Stephenson: Diamond Age
    • Bruce Sterling: Caryatids, Crystal Express, Holy Fire, Schismatrix Plus
    • Charles Stross: Accelerando, Glasshouse, Halting State, Iron Sunrise, Singularity Sky, Toast
    • Karen Traviss: City of Pearl
    • Vernor Vinge: Across Realtime, A Deepness in The Sky, A Fire Upon The Deep, Rainbow’s End, True Names and Other Dangers
    • Elisabeth Vonarburg: Slow Engines of Time
    • Peter Watts: Blindsight; »Rifters’ Trilogy«: Starfish, Maelstrom, Behemoth (ß-Max + Seppuku)
    • Scott Westerfeld: The Risen Empire, The Killing of Worlds
    • Walter Jon Williams: Aristoi, Angel Station, Voice of the Whirlwind
    • David Zindell: The Broken God, Neverness, War in Heaven, The Wild
    Es sind überraschend viele Frauen auf der Liste, von denen wiederum viele keine deutsche Wikipedia-Seite haben.

    Von mir selbst aus würde ich noch C. J. Cherryh erwähnen – die technisch gesehen – kein Hard-SF geschrieben hat, sondern ihren Schwerpunkt auf einen soziologischen Ansatz hat. Das »Allianz-Union Universum« hat dennoch ein realistisches technisches Setting. Ich bevorzuge die Absetzung von Hard-SF gegen Star Opera eher, als gegen Soft-SF.

    Eine weitere interessant Serie ist der Old Man's War Zyklus von John Scalzi.